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Kommunikation mit einem Fotografen oder "einmal grinsen bitte"

Es gibt zwei Wege miteinander zu kommunizieren - also Informationen auszutauschen.

Verbal und Nonverbal. Verbal ist alles, was ich sage und mit Worten oder Lauten ausdrücke. Nonverbal ist meine komplette Körpersprache und Mimik.

 

Leider kann ich aus Erfahrung sprechen, denn ich habe mich –bevor ich selbst fotografiert habe – schon mal vor die Kamera getraut. Und wenn ich mich zurückversetze in diese Situation, ist fehlende Kommunikation ein echtes Problem. Immerhin ist der Mensch hinter der Kamera, nicht ein guter Freund, den man schon seit Jahren kennt und ihn auch ohne Worte versteht.

 

Der Fotograf ist in der Regel ein Wildfremder. Und die Situation im Scheinwerferlicht war für mich alles andere als Alltag. Das Blitzlichtgewitter stürmte einfach los und ich hatte keine Ahnung was ich tun soll.

 

Bedauerlicherweise war der Fotograf auch noch schüchtern. Da er nicht wusste, wie er mit mir umgehen sollte hatten wir beide ein großes Problem. Ich hatte keinen Plan, was er tat und er konnte mir nicht sagen, was ich hätte machen sollen. Ihr könnt Euch denken, dass die Fotos nichts geworden sind und ich Jahre lang mehr Angst vor Fotos und Kameras hatte, als das alles einfach zu genießen.

 

Heute sehe ich es auch immer wieder bei unseren Workshops. Hobbyfotografen, die jemanden Fotografieren wollen und erstmal wortlos an dem armen Objekt rumzupfen und eigentlich alles korrigieren wollen, ohne wirklich etwas besser zu machen. Ist doch klar, dass sich das Modell irgendwie falsch fühlt, denn so wie sie vorher gestanden und geschaut hat, war ja anscheinend nichts in Ordnung.

 

Wenn sich dann der Hobbyfotograf seine Kamera schnappt und einfach losschießt, ist die Verwirrung oft groß. Meist folgt dann, der kopfschüttelende Blick aufs Kameradisplay. Wie fühlt sich dann wohl der abgelichtete Mensch? „Was hab ich falsch gemacht?“ Ich war damals auch extrem verunsichert, als der Fotograf leise vor sich hin grummelnd alle Tasten und Rädchen an seiner Kamera drückte und drehte. Nach einem tiefen Seufzen kam ein wenig motiviertes „einmal bitte grinsen!?“. In meinem Kopf kreiste nur: „Äh, was soll ich machen? Ich will grad nur weg. Offensichtlich bin ich das Problem, weil ich auf den Fotos grauenhaft aussehen muss. Er ist ja der Profi, also kann es nur am mir liegen.“ Dementsprechend sah ich auf den nachfolgenden Bildern – wie ich aber erst ein paar Wochen später auf den Fotos sehen konnte - eher aus, wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Mit großen Augen und der Angst im Gesicht, habe ich verzweifelt versucht, Posen zu finden, in denen ich vielleicht hätte besser aussehen können.

 

Im Nachhinein kann ich sagen, der Fotograf war einfach eine Katastrophe. Hätte er mir bei seinem kopfschüttelnden Blick einfach gesagt, dass er mit der Beleuchtung bei den ersten Bildern nicht zufrieden war und er noch ein bisschen was einstellen muss, wäre das Shooting vermutlich etwas entspannter gewesen. Er hätte mir auch einfach ein paar Bilder zeigen können und sagen, dass ich alles richtig mache und toll aussehe. Das hätte mich in dem Moment deutlich selbstbewusster und mutiger gemacht. Aber mit seinem wortlosen Verhalten hat er mir mehr Angst gemacht, als genommen.

 

Bei unseren Shootings läuft das deutlich anders. Wir machen ja mit euch zusammen tolle Fotos. Wir sprechen die ganze Zeit mit euch und beantworten jederzeit eure Fragen. Wir gehen sehr sensibel mit unseren Kunden um, wir merken sehr schnell, wenn sich jemand nicht wohl fühlt und versuchen das zu verbessern. Unsere Hochschwangeren müssen nicht mit geschlossenen Augen, wie eine Boje auf der Nordsee, eine Viertelstunde lang versuchen nicht umzufallen. Hier gibt es klare Anweisungen und Informationen, was wir gerade machen oder einstellen. Bevor wild an euch herumgezuppelt wird, fragen wir euch natürlich, ob das in Ordnung ist. Ich möchte auch nicht, dass mir jemand Fremdes meine Haare aus dem Gesicht streicht. Wir erklären euch, was an der jeweiligen Position nicht ganz optimal ist und wie ihr besser aussehen könnt. Wir versuchen euch so gut es geht, bestimmte Positionen zu zeigen und bringen euch gerne mit viel Spaß zum Lachen. Denn ein echtes, entspanntes Lachen wirkt ganz anders als ein einstudiertes Grinsen.

 

Ja, es sieht manchmal wirklich amüsant aus, wenn Dennis die Posing vormacht und sich dann selbst ins Posing legt. Aber nur so können sich unsere Kunden viel besser vorstellen, wie sie sich positionieren sollen.

Wir wollen mit euch ein tolles, entspanntes und vielleicht lustiges Shooting haben, damit ihr uns in guter Erinnerung behaltet und gerne wieder kommt.

 

Ich hoffe, euch demnächst hier im Studio begrüßen zu dürfen, damit ihr euch selbst ein Bild von unserer Arbeit machen könnt.

 

Also man sieht, dass die Kommunikation fast wichtiger ist, als das Können des/r Fotografen/in.

Was ist deine Meinung dazu? Ist nur das reine fotografische Können wichtig?

Schriebt es mir in die Kommentare ;-)

 

LG Dani

 

P.S. Im Moment läuft noch unsere Frühlingsaktion!! Mehr auf unserer Facebookseite

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Auszeichnungen

Gewinner des AFNS AWARDS 2017 in der Kategorie: Maternity Photography
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Unser Studio ist ausgezeichnet mit dem Zertifikat des Bund professioneller Portraitfotografen
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