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Wie tickt Dennis oder "ein äusserst attraktiver Arbeitgeber"

 

Für diesen Blogbeitrag stellte Dennis mich vor eine Mammutaufgabe. „Schreib doch mal was über mich?! Über Dich gibt es ja auch schon einen Beitrag?!“ Wenn mich diese großen Kulleraugen mit ihrem unschuldigen Blick anschauen, kann ich so eine Bitte nicht abschlagen.

 

 

Mmh, aber wo fang ich an? Es ist für mich ein Leichtes etwas Emotionales über unsere Arbeit zu schreiben, das ist schließlich unsere Leidenschaft. Aber über meinen Chef? Das Ganze soll ja keine Lobpreisung werden. Also gebe ich jetzt, hier für Dich, mein Bestes um meinen „äußerst attraktiven Arbeitgeber“ mal ein bisschen zu beschreiben. Diesen Insider erkläre ich Dir später noch ;-).

 

 

 

Also fang ich einfach mal an. Dennis hat den Beruf des Fotografen nicht erlernt. Er war also nicht in einer Berufsschule und hat das Alles drei Jahre lang vorgekaut bekommen. Das Fotografieren ist seine Leidenschaft. Du kennst das wahrscheinlich auch, wenn du etwas liebst, bist Du auf diesem Gebiet wahnsinnig wissbegierig und saugst alles auf, wie ein Schwamm.

 

 

 

Dennis ging es damals genauso. Als er vor vielen, vielen Jahren das erste Mal eine Kamera in die Hand nahm, war es Liebe auf den ersten Klick. Diese Liebe hielt sich tapfer in seinem Herzen fest, egal welche Jobs manchmal nötig waren, um den Kühlschrank zu füllen.

 

 

 

Vor acht Jahren hielt er es nicht mehr aus und musste sich einfach ganz der Fotografie widmen. Schnell musste damals das erste Heimstudio her und so wurde kurzer Hand der Dachboden seines Hauses zum Studio umgebaut. Der Kundenstamm wuchs schnell und das Mini-Studio, für das man übrigens durchs komplette Haus laufen musste, wurde viel zu schnell zu unpraktikabel.

 

 

 

Also wurden Homeshootings bei seinen Kunden zuhause gemacht. Glaubt mir, es ist alles andere als ein Vergnügen, alles, was man für ein Indoor Shooting braucht, von A nach B zu transportieren. Auf den Hochzeiten sieht das meist anders aus. Wir fotografieren ja immer ohne Blitz. Obwohl das eigentlich gelogen ist, denn unsere Blitze bleiben natürlich nicht zuhause, sondern kriegen ihren ganz besonderen Einsatz. Mit unseren entfesselten Blitzen kreieren wir fantastische Tanzfotos und ganz besondere Gruppenaufnahmen bei Nacht. (Entfesselt? Na, sie sind meist weit von unseren Kameras entfernt.)

 

 

 

Auf der Suche nach mehr Platz und einem eigenen Reich nur fürs Fotografieren, wurde der kleine Blumenladen in der Marktpassage liebevoll in ein Fotostudio umgewandelt. Hinten ein kleiner Bürobereich, einen Spülenschrank, der als Küche dient und zum Waschraum muss man einmal quer durch die komplette Passage und ins nächste Gebäude. Für dringende Notfälle gibt’s noch das WC beim Bäcker, welches leider nur gegen Bares und dennoch mit ein bisschen Gegenwehr sein Türchen öffnet. Eine kleine Sitzecke für unsere Besucher und Regale für die Requisiten. Für einen alleine war das Studio vollkommen ausreichend. Aber jetzt, wo LittleMoments gar nicht mehr so „little“ ist, brauchen wir mehr Platz.

 

 

 

Dennis darf seit diesem Jahr übrigens auch Ausbilden. Er ist als Autodidakt bei der Handwerkskammer anerkannt worden und musste einige schwierige Prüfungen dafür ablegen. Ich finde, dass ist noch mal viel mehr wert, als eine ganz normale Ausbildung, denn er hat sich sein Wissen und seine Fähigkeiten selbst beigebracht. Er war für alles selbst verantwortlich und hatte niemanden der ihn immer wieder korrigiert hat und ihm das Handwerk bis ins kleinste Detail vorgebetet hat.

 

 

 

Aber zurück zu meinem Lieblingschef. Ja, er ist mein Lieblingschef und das nicht nur, weil er der Einzige ist (ich habe echt schon eine Menge schräger Vorgesetzter gehabt), sondern weil ich bei ihm ein so tolles Arbeits- und Lebenskonzept kennenlernen durfte. Ich wurde herzlich aufgenommen und bin irgendwie schon ein fester Teil des Teams. Ich bin erst seit Dezember 2017 dabei und habe ein Praktikum bei Dennis im Studio machen dürfen. Nach den ersten Tagen war mir klar, dass hier ist mein Traumjob.

 

 

 

Ich war am Anfang fasziniert von seinen Fotos und regelrecht verliebt in die eingefangenen Emotionen. Als ich ihn besser kennengelernt hab, war ich auch von dem Menschen, der dahinter steckt sehr positiv überrascht und tief beeindruckt. Dennis hat ein ganz besonderes Mindset. Er entwickelt sich ständig weiter und versucht jeden Tag ein kleines bisschen besser zu werden. Er steht nie wirklich still, außer wenn er in seiner Meditation an seinen "Happy Place" flüchtet, um sich zu rebooten. Er ist eine echte Leseratte im Bereich Fachbücher über Persönlichkeitsentwicklung. Und das merkt man auch in den Gesprächen mit ihm. Er ist nicht nur mein Chef, sondern mittlerweile ist er auch ein guter Freund geworden. Wir freuen uns gemeinsam auf Shootings und haben viel Spaß bei unseren Hochzeitsreportagen. In manchen Wochen sehe ich Dennis mehr als meinen eigenen Partner, mit dem ich zusammenwohne. Es ist für uns ein riesiger Vorteil, dass wir uns im Studio so gut verstehen. Vieles geht deshalb Hand in Hand und manchmal muss Dennis gar nichts sagen und ich bringe schon, dass was er braucht.

 

 

 

 

 

Dann gibt es noch seine heißgeliebte Erika. Eine wahnsinnig tolle, verrückte Powerfrau, die schon seit zehn Jahren an seiner Seite lebt. Dieses liebe und verrückte Huhn ist gleichzeitig auch unsere Visagistin und schmeißt ganz nebenbei, also neben den zwei zum-anbeißen-süßen kleinen Kindern, den Haushalt und findet irgendwie noch genug Zeit um Beautypartys für die Marke MaryKay zu geben. Achja, nen normalen Job hat sie übrigens auch noch. Erika ist ein echtes Powerpaket und eine tolle Unterstützung für uns im Studio.

 

 

 

Hinter meinem Rücken konnte ich irgendwann nach einem Telefonat ein selbstgefälliges „Ich bin doch eigentlich ein äußerst attraktiver Arbeitgeber, oder nicht?“ hören. Ich wäre fast vor Lachen vom Stuhl gekippt, aber irgendwie hat er ja recht. Es stimmt, mein Job ist anstrengend und so ein richtiges Wochenende hab ich im Sommer auch nicht. Zumindest nicht, wenn andere ihr Wochenende haben. Dennis ist es sehr wichtig, dass ich jede Woche zwei Tage am Stück frei habe und genug auf mich achte. Wenn ich das mal nicht tue, übernimmt er das und erinnert mich daran. Unsere Arbeitszeiten sind recht flexibel und manches kann ich auch bequem von zuhause erledigen, wie z.B. das Bloggen. Wir können oft spontan entscheiden, wann wir Feierabend machen und wie wir unseren Studioalltag gestalten.

 

 

 

Bei unseren Hochzeitreportagen darf ich mit so vielen tollen Menschen zusammenarbeiten. Ich darf bei extrem emotionalen Momenten ganz nah dran sein und manchmal reißt es mich auch mit. Dann wisch ich auch mal schnell ein Rührungstränchen weg und hoffe, dass es niemand bemerkt. Wenn wir Neugeborene im Studio haben, dann darf ich auch da diesen winzig kleinen, zerbrechlichen Wesen ganz nahe sein. Ich spüre dann das Glück und den Stolz der Eltern, ein Leben erschaffen zu haben. Ich durfte schon so viele tolle und verrückte Shootings miterleben. Ich lerne jeden Tag so viele neue kleine und große Menschen kennen.

 

 

 

Vielleicht verstehst Du nun, warum ich meinen Job so sehr liebe. Es ist nicht nur ein Job. Ich bin in eine wundervolle Familie aufgenommen worden und will nie wieder weg, von meinem „äußerst attraktiven Arbeitgeber“. Ich bin endlich glücklich, wenn ich abends völlig erschöpft ins Bett falle und freue mich schon auf den nächsten Tag mit Dennis, den Babies und mit den ganzen glücklichen und gutgelaunten Menschen.

 

Viele Liebe Grüße

Dani

 

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Auszeichnungen

Gewinner des AFNS AWARDS 2017 in der Kategorie: Maternity Photography
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Unser Studio ist ausgezeichnet mit dem Zertifikat des Bund professioneller Portraitfotografen
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