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Nur wer Kekse hat, kann auch welche geben

 

 

 

Hört sich so leicht an und weiß eigentlich jedes Kind, aber wenn Du wirklich mal drüber nachdenkst, fällt Dir genauso wie mir selbst ein, wie oft man in der Vergangenheit seine eigenen Grenzen gnadenlos überschritten hat. Und leider läuft es im echten Leben nicht wie im Sterntaler Märchen und deine absolute Aufopferung bringt Dir leider weder einen großen Geldsegen noch Ruhm und Anerkennung. Warum du nochmal über Deine eigene Keksdose nachdenken solltest und warum Du ab und zu unbedingt ein bisschen egoistisch sein solltest, versuche ich Dir heute zu erklären.

 

 

 

Der Spruch ist eigentlich ganz leicht und doch ganz schön schwer. Nur wer Kekse hat kann auch welche geben, meint dass Du nur anderen helfen kannst, wenn Du selbst gesund bist und es Dir gut geht. Ich weiß, dass wir in einer Leistungsorientierten Gesellschaft leben und deshalb gerne mehr gefordert wird, als eigentlich leistbar ist.

Wir sind aber nicht für diese Lebensweise geschaffen. Also ich bin nicht dafür geschaffen. Ich brauche Auszeiten und manchmal einfach Stille für mein autogenes Training. Ich habe nämlich vor älter zu werden als 45. Ich finde mein Leben grad echt gut. Ich mein, da geht noch was, aber wenn ich zurück schaue geht es mir gerade richtig gut. Ich bin dankbar für die Dinge, die ich habe. Ich habe einen tollen Partner, der mich akzeptiert wie ich bin, ich habe eine Wohnung und einen tollen Job, bei dem ich jeden Tag viele liebe Menschen kennenlernen darf. Es geht mir gerade gut. Und trotzdem backe ich jeden Tag an meinen eigenen Keksen. Denn wenn ich selbst genug hab, kann ich gerne meine gute Laune und meine Motivation mit anderen teilen. Dann kann ich anderen Kraft geben um Schwierigkeiten zu meistern und mit Rat und Tat zu Seite stehen.

 

 

 

Ich habe gelernt, dass es niemandem etwas nützt, sich voll und ganz aufzuopfern, um am Ende festzustellen, „Das war jetzt wohl doch zu viel!“ und sich dann auf einmal nicht mehr nur ein kleiner Schnupfen einnistet, sondern das Ganze in ganz unerwünschte Richtungen gehen kann. Dein Körper und deine Seele versuchen Dir fortwährend immer wieder kleine Hinweise zu geben, wie es um Dich bestellt ist. Und wenn Du vorher schon viele monatelang nicht auf deine Seele gehört hast, wird Dir irgendwann Dein Körper eine eindeutige Grenze setzen. Das ist der Punkt an dem auf einmal nichts mehr geht. Das ist der Punkt an dem Du wahrscheinlich wochenlang nur noch funktioniert hast. Aber Funktionieren ist keine Lebensqualität. Aktiv am Leben teilhaben bedeutet für mich Lebensqualität.

 

 

 

Es wäre doch viel leichter früh genug an Dich selbst zu denken. Je früher Du Dir selbst etwas Gutes tust und dich auch mal für harte Arbeit belohnst, umso länger bleibst du stark. Du hast leider nicht unendlich viel Gesundheit. Im Echten Leben funktionieren keine Cheats oder ein Neustart. Deshalb finde ich das Beispiel mit den Keksen so treffend. Bei Kindern sieht man das ganz oft, die meisten geben zwar ihre echten Kekse mehr oder weniger gerne her, aber allerspätestens beim letzten Keks stoppen sie und futtern ihn lieber selbst. Warum machen wir das nicht auch so?

 

 

 

Gerade die ganzen Powermamis da draußen, geben jeden Tag gefühlte 120%. Aber welche Mami schafft sich einfach mal Platz. Und wenn das einfach nur jeden Morgen eine Tasse Tee ist, die genüsslich geschlürft wird, ohne Kinder und ohne Mann und vor allem ohne Stress. Einfach mal 20 Minuten in der Woche den Alltagstress aussperren und sich gemütlich in die Badewanne legen. Diese achtsamen Momente kosten selten Geld, nur ein bisschen Geduld. Geduld mit Dir selbst. Buddhistische Mönche haben kaum eigenen Besitz und leben sehr altruistisch. Aber wenn man da genauer hinsieht, kann man erkennen, dass diese Mönche extrem viel für sich selbst tun. Sie meditieren regelmäßig und leben ihr Leben ganz besonders Achtsam. Sie beweisen uns, dass Achtsamkeit nichts mit Geld und Wohlstand zu tun hat.

 

 

 

Mittlerweile ist es für mich ganz leicht etwas Achtsam zu tun. Ich nehme mal ein ganz banales Beispiel. Ich trinke morgens einen Tee. Das heißt ich genieße jeden einzelnen Schritt und versuche ihn so bewusst wie möglich zu erleben. Das alles beginnt so langweilig und so alltäglich. Ich koche mein Wasser in einem Wasserkocher auf. Irgendwann höre ich das erlösende Klacken des Schalters und sehe mit Freude den Dampf aus dem Kocher hervorquellen. Dann suche ich meinen Tee aus, nicht nach Inhaltsstoffen (das tue ich schon beim Einkauf), sondern ich rieche an den verschiedenen Sorten. Vorhin gab es einen Erdbeer-Vanille Tee. Ich genieße während des Ziehens schon den Geruch des Tees. Du merkst schon, für mich ist Teetrinken nicht einfach Durst stillen, sondern ein echtes Entspannungsritual. Probier das einfach mal selbst aus.

 

 

 

Je nach Deiner geistigen und körperlichen Konstitution befinden sich auch ganz besondere Kekse in deiner Keksdose, die dich ausmachen. Sie halten Dich sozusagen am Leben. Sie sind das wichtigste, sie sind dein Ursprung und dein Selbstvertrauen, Deine Stärken und Deine Willenskraft. Diese besonderen Kekse darfst du niemals hergeben, egal wie sehr andere betteln oder Dich zwingen wollen. Es gibt sogar Menschen, die stehlen diese besonderen Kekse und trampeln sie einfach kaputt. Lass das bitte niemals zu. Gib Dich nie auf!

 

 

 

Was das Ganze mit nem Fotostudio zu tun hat? Ganz einfach, wir sind wie eine große Familie und wenn wir in unserer Familie anderen helfen wollen und Unterstützung anbieten, ist es wichtig, dass es zuerst uns selbst gut geht. Mein Job ist zwar wirklich schön, aber auch ganz schön anstrengend. Und ich glaube, allen anderen Familienmitgliedern der Little Moments Familie geht es manchmal genauso. Und damit wir immer für Euch da sein können und jedesmal erneut mit guter Laune Eure Shootings machen können, sind wir absichtlich ab und zu egoistisch und gönnen uns etwas. Egal ob es das Eis im Sommer ist oder ein Kartenspiel in der Pause, auch wir brauchen einen Punkt zum Kraft schöpfen. Wir versuchen einander so gut wie möglich zu unterstützen, aber vergessen uns selbst dabei nicht. Denn eine Kette oder auch eine Familie ist immer nur so stark wir ihr schwächstes Glied.

 

 

 

Also Pass bitte gut auf Dich auf. Vielleicht denkst Du bei deiner Nächsten Tasse Tee oder Kaffee ja an mich und genießt einfach mal ganz bewusst, was du gerade machst. Es gibt in deinem Leben nur einen Menschen, den Du für immer, jeden Tag bei Dir hast. Das bist DU. Also sei Dir selbst Deine allerbeste Freundin und lad dich mal selbst auf eine kleine Auszeit ein. Du solltest Dir immer der wertvollste Mensch in deinem Leben sein. Glaub mir, Du hast es Dir verdient!

 

Viele liebe Grüße

Deine Dani

 

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Gewinner des AFNS AWARDS 2017 in der Kategorie: Maternity Photography
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