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Zeitdruck oder Wo fang ich bloß an?

 

 

Wenn ich morgens meine Aufgaben checke, weiß ich manchmal gar nicht wo ich anfangen soll und möchte am liebsten wieder ins Bett kriechen. Das geht aber nicht, denn am nächsten Morgen kommen nur noch mehr Aufgaben dazu.

Wie ich persönlich mit Stress und Zeitdruck umgehe und was meine Überlebensstrategien sind, verrate ich Dir heute.

 

 

Zurzeit geht es bei uns im Studio wirklich drunter und drüber. Wir haben mehr Anfragen als Termine und jeder will seine Fotos am besten gestern haben.  Ich kann das total verstehen und bemühe mich deshalb möglichst viel an einem Tag zu schaffen, allerdings werde ich ständig unterbrochen.  Es sind fast immer angenehme Unterbrechungen, aber ich muss oft das Programm komplett wechseln oder meinen Arbeitsplatz verlassen. Ich quatsche unheimlich gerne mit unseren Kunden und freue mich über jeden, der bei uns im Studio vorbeikommt. Dennoch komme ich mit meiner Arbeit manchmal einfach nicht voran. Zu meinen Aufgaben gehört ja zum großen Teil die Kundenbetreuung. Und ich liebe das wirklich, ich mag den Umgang mit unseren Brautpaaren, den frischgebackenen Eltern und natürlich mit unseren kleinen Kunden. Ich muss ein Gleichgewicht finden, damit ich zwischen den tollen Gesprächen nicht in Arbeit ersticke.

 

Unser vermeintlicher Feierabend ist auch kein echter Feierabend. Wir arbeiten irgendwie immer weiter. Das liegt zum Einen daran, dass wir unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht haben und zum Anderen wollen wir, dass ihr alle vor Weihnachten Eure Bilder in den Händen haltet. Also heißt es für mich manchmal, dass ich Zuhause noch Bilder sortiere und Emails beantworte. Das Bloggen mache ich tatsächlich nur zum Spaß in meiner Freizeit. Ich hab im Studio auch gar nicht die Ruhe zum Schreiben, da ich am liebsten in absoluter Stille schreibe.

 

Wir sind sehr serviceorientiert und Dein Wohlbefinden liegt uns sehr am Herzen. Wir möchten, dass Du Deine Bilder so schnell wie möglich hast, aber leider haben wir nicht alles in der Hand. Zum Beispiel, wenn wir Prints drucken lassen, sind wir auf unsere Labore angewiesen. Und auch die sind zurzeit ordentlich im Weihnachtsstress. Unser Ziel bis Weihnachten ist, dass keine offenen Bestellungen mehr bei uns in der Pipeline liegen. Am liebsten wäre mir auch, dass alle Kunden ihre Bilder bis Weihnachten abgeholt haben, denn dann hat sich die ganze Arbeit gelohnt und viele unserer Bilder liegen dann hübsch verpackt unter vielen Neumünsteraner Tannenbäumen.

 

Jetzt zu meinen Überlebensstrategien. Das sind alles Dinge, die ich im Laufe meines Lebens gelernt und optimiert hab.

Ich bin eine Listenkönigin. Wenn ich soviel Geld hätte, wie ich Listen habe, wäre ich schon lange Milliardärin. Allerdings helfen mir Listen, mich, mein Privatleben und meinen Arbeitsplatz zu sortieren. Aber Listen alleine sind keine echte Hilfe. Denn elendig lange Listen kennt fast jeder und wenn Du abends im Bett liegst und auf Deine Liste schaust und feststellst, dass von 100 Aufgaben wieder nur 2 erledigt sind, macht sich schnell Frust breit. Also hab ich angefangen meine Listen zu kürzen und mir reellere Ziele zu setzen, die tatsächlich erreichbar sind. Das sind deutlich weniger Aufgaben, aber die Chance, dass ich abends alle Ziele erreicht hab ist viel größer und somit hat der Frust keine Chance mehr. Sondern ich kann stolz auf mich sein, denn ich habe etwas angefangen und beendet.

 

Ich bin ein kreativer Kopf, mit vielen Ideen und Flausen in der Rübe.  Ständig rasen mir Ideen zwischen meine Arbeitsgedanken und das stört. Ich habe vor ein paar Jahren angefangen ein Gedankenbuch zu schreiben. Also immer, wenn mich störende Gedanken ereilt haben, habe ich diese niedergeschrieben. Dann war der Kopf frei und ich konnte mich später darum kümmern. Heute ist das ganze Digital. Mein Handy hab ich immer dabei und in einem Messenger-Dienst kann ich mir selbst Nachrichten schreiben und auch aufnehmen. Diese kann ich ganz  bequem, wenn ich Zeit und Lust habe an meinem Computer in Ruhe abhören und entscheiden, welche Gedanken überhaupt wichtig waren und welche Ideen ich wirklich umsetzen kann. Oft stelle ich dabei fest, das so manche Gedanken total überflüssig waren und ich unfassbar viel Zeit vergeudet hätte, wenn ich den ganzen Tag um diesen Gedanken gekreist wäre.

 

Ich kann viele Gedanken nicht einfach loslassen und selbst wenn es nur die Einkaufsliste ist, klaut sie mir Denkkapazität. Und je mehr ich denken kann, umso schneller sind dringende Aufgaben erledigt. Ja, manchmal bin ich wie ein Eichhörnchen. Meine Aufmerksamkeitsspanne ist je nach Tagesform manchmal ganz schön kurz. Und wenn mich dann noch Unsinn unterbricht, wird das alles nicht leichter. Für mich ist dieses Gedanken aufschreiben eine echte Wohltat, denn auch unsinniges schreibe ich auf. Dumme Bemerkungen und Besserwissersprüche finden auch ihren Platz in diesem "Buch". Wenn ich dann ab und zu durchlese oder mir anhöre, über was für einen Sch**** ich mir manchmal Gedanken mache, muss ich selbst lachen. 

 

Kurzum, ich lasse mich genauso, wie viele andere gerne mal ablenken und gerate genauso, wie alle anderen in Zeitnot und stehe dann unter Druck. Ich versuche alles, so gut wie möglich hinzubekommen, denn mein Job ist für mich mehr als nur pures Geldverdienen. Mein Job ist meine Leidenschaft und ich brenne dafür. Ich sitze deshalb gerne mal abends Zuhause in Schlumpfklamotte  auf meinem quietschepinken Sitzball und sortiere Fotos und beantworte Emails, denn Du bist mir wichtig. Ohne Dich wäre mein Job, nicht nur sehr langweilig, sondern wahrscheinlich überhaupt nicht da. Vielen Dank, dass Du mir einen wunderbaren Job ermöglichst.

 

Viele Liebe Grüße

Deine Dani

 

 

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Auszeichnungen

Gewinner des AFNS AWARDS 2017 in der Kategorie: Maternity Photography
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Unser Studio ist ausgezeichnet mit dem Zertifikat des Bund professioneller Portraitfotografen
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