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Schwanger?!

Erst einmal herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe, Dein großer Wunsch ist in Erfüllung gegangen und das kleine Plus auf dem Schwangerschaftstest hat dich vor Glück quietschen lassen. Dann bist Du vermutlich extrem gut vorbereitet und freust Dich wie Bolle auf den kleinen neuen Erdenbürger. Falls Dich das Ganze grad total überfordert und Du zweifelst, ob Du Mami werden bzw. sein willst, will ich versuchen, Dir ein paar Tipps und Hilfestellen an die Hand zu geben.

 

Je nach Lebenssituation kann es manchmal subjektiv so gut wie unmöglich sein, einen kleinen Menschen aufzuziehen. Das will ich jeder Frau selbst überlassen. Ich möchte nicht über andere Menschen urteilen, da ich nicht deren Leben gelebt hab. Ich selbst habe ich mich ja ganz bewusst gegen eigene Kinder entschieden. Wir haben alle gelernt, dass nicht jedes Verhütungsmittel zu 100% sicher sind, für den Fall der Fälle, möchte ich hier ein bisschen aufklären, welche Möglichkeiten eine Frau hat.

 

 

Ich versuche das Ganze wertfrei zu tun, denn ich habe noch nicht in einer solchen Situation gesteckt und musste nach einer Lösung suchen. Dennoch glaube ich, dass ein paar klare Worte an dieser Stelle ganz wichtig sind. Dein Körper gehört Dir und was Du mit ihm machst oder machen lässt, bleibt Deine Entscheidung. Ich möchte hier auch keine Diskussion starten, ob eine Abtreibung nun Mord ist oder nicht. Ich versuche ganz OBJEKTIV Möglichkeiten aufzuzählen, mit einer ungewollten/ungeplanten Schwangerschaft umzugehen.

 

 

Ich erfinde hierzu einfach mal eine junge Frau. Lara ist 19 Jahre alt, steckt mitten in der Ausbildung und hat wenig familiären Rückhalt. Sie hat sich über eine Familiengründung noch keine Gedanken gemacht, das Thema war für sie bisher immer viel zu weit weg. Sie hatte einen One-Night-Stand, bei dem leider das Kondom gerissen ist.

 

 

è Pille Danach - Bis zu 72 Stunden nach dem missglückten Verhütungsversuch kann man sich relativ einfach die Pille danach in der Apotheke besorgen.

 

 

In unserem Fall hat Lara gedacht, „es wird schon nichts passiert sein!“ Doch als die nächste Periode ausbleibt, bekommt sie doch Panik. Sie macht einen Test aus der Drogerie. Die drei Minuten Wartezeit werden zu den längsten drei Minuten ihres Lebens. Und dann sieht sie mit kreidebleichem Gesicht auf den Test und entdeckt ein kleines Plus. „Scheiße!“

 

 

è   Abort - Bis zur 12. Woche gibt es die Möglichkeit einer Abtreibung. Diese kann entweder medikamentös oder aspirativ (Absaugung) stattfinden.

 

 

Ob ein Schwangerschaftsabbruch in Frage kommt oder nicht, entscheidet Lara aber nicht alleine. Darf sie auch gar nicht. Sie braucht nämlich einen Beratungsschein. Hierfür kann sie sich an ihren Gynäkologen wenden. Der kennt sie schon einige Jahre und kann sie gut beraten und leitet sie gegebenenfalls weiter.

 

 

Lara ist die Geschichte aber sehr peinlich. Sie will nicht, dass irgendwer von ihrem Dilemma erfährt. Also findet sie im Netz die Website von PRO FAMILIA (https://www.profamilia.de/ ). Hier kann man sogar eine erste Onlineberatung machen. Ganz anonym und ohne Druck. Die Mitarbeiterinnen von PRO FAMILIA laden Lara ein zum persönlichen Gespräch. Gestärkt durch die ersten positiven Schriftwechsel nimmt sie den Termin wahr. Und auch hier wird nicht geurteilt über eine vielleicht dumme Entscheidung und die Scham. Die Beraterin ist eine Psychologin und weiß genau, was in den jungen Frauen vorgeht. Nach einem sehr langen Gespräch kommt Lara endlich heraus. Sie hat einen Zettel in der Hand und steckt ihn schnell in ihre Handtasche.

 

 

Jetzt liegt die Entscheidung bei Lara. Lara schläft ein paar Nächte drüber und entscheidet sich, das Kind zu bekommen. Voller Glück teilt sie ihre Entscheidung ihren Freunden mit und die freuen sich für Lara und versprechen, ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die Monate vergehen und immer wieder zeigt sich ein kleiner Zweifel. „Krieg ich das wirklich alleine hin?“ „Hätte ich besser abtreiben sollen?“ Bis zur Geburt wechseln sich Zweifel und Mutterglück immer wieder ab.

 

 

 

è Vertrauliche Geburt - Seit 2014 können Frauen ihr Kind medizinisch sicher und vertraulich zur Welt bringen. Hierzu wird die werdende Mutter von einer Beraterin, die an die gesetzliche Schweigepflicht gebunden ist, beraten und begleitet.

 

è Babyklappe - An verschiedenen Krankenhäusern gibt es diese Babyklappen, um Kinder vor einer Aussetzung oder vor der Tötung zu bewahren. Dort kann die Mutter das Baby hineinlegen und weiß, dass der Kleine nun auch medizinisch versorgt wird.

 

è Adoption - Bei einer Adoption wird das Baby in eine Pflegefamilie gegeben. Es gibt die Optionen eine offene, eine halboffene oder eine  Inkognito Adoption.

 

 Bei allen drei Optionen gibt es die Möglichkeit nach der Geburt, die Entscheidung zu treffen, das Baby doch selbst großzuziehen.

  

Lara hat bei der Beraterin der vertraulichen Geburt viele Gespräche. Sie fühlt sich nicht so alleine, wie sie in der Schwangerschaft manchmal dachte. Ihre Freunde sind für sie und den kleinen Mats da und streiten sich um die Babysitterdienste.

 

Und falls es später mal schwierig wird, hat Lara noch einen guten Tipp bekommen. Bei der Beratung der PRO FAMILIA ist sie jederzeit herzlich willkommen, denn die Mitarbeiter kümmern sich um alles, was Familien, Familienleben und Familiengründung betrifft. Egal welche Schwierigkeiten auftreten, sie wird niemals alleine sein, denn jetzt weiß sie genau, wo sie Hilfe bekommt.

 

Die liebe Lara hat in unserem Beispiel aus ihrem Dilemma, trotz vieler Zweifel, ihr größtes Glück gemacht. Das muss natürlich nicht immer so sein. Aber selbst, wenn Du Dich für einen Abbruch entscheidest, bist Du deshalb für mich kein schlechterer Mensch. Natürlich musst Du selbst mit allen Konsequenzen leben, aber triff solche Entscheidungen nicht einfach so, sondern such Dir bitte Hilfe.

 

  

Wie bereits am Anfang gesagt, ich versuche das Ganze hier objektiv zu schreiben. Ich bin nicht für Abtreibungen und auch nicht dagegen. Allerdings zu einem habe ich eine ganz klare Meinung. Babys setzt man nicht aus. Egal wie verzweifelt jemand ist, man wickelt diese hilflosen Geschöpfe nicht in ein Handtuch und legt sie irgendwo ab. Es gibt Menschen, die wünschen sich nichts mehr als ein Baby und können leider keins bekommen. Gerade für diese Eltern ist eine solche Aussetzung ein Schlag ins Gesicht. Menschen, die so etwas tun verurteile ich sehr. Ich kann nicht verstehen, wie man in der heutigen Zeit, so verzweifelt sein kann, dass man nicht einmal anonym Hilfe ruft. 

 

Ich möchte kurz mal eine Adoptiv-Mami zitieren. Auf die Frage, was sie der leiblichen Mutter gegenüber fühlt hat sie geantwortet: "unendliche Dankbarkeit! Ohne Ihre Entscheidung hätten wir heute diesen wundervollen Schatz nicht!" In diesem Moment musste ich selbst meine Tränen zurückhalten, denn so etwas wundervolles und urteilsfreies hab ich noch nie gehört.

 

Und nun lass ich Dich wieder alleine mit diesem Thema. Ich hoffe, Ich hab Dich nicht getriggert und konnte Dir mal einen Einblick in den Weg von "Lara" geben.  Wenn Du in einer solchen Situation steckst, hoffe ich dass ich Dir ein wenig weiterhelfen konnte

 

Viele Liebe Grüße

Deine Dani 

 

P.S. Möchtest du mehr zu einem der heutigen Themen wissen? Du kannst mir auch gerne direkt eine persönliche Mail schreiben.

 


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Foto: Die liebe Kollegin Sarah von Küstenbraut Fotografie

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Ich bin Daniela, aber Du kannst mich gerne Dani nennen!

 

In diesem Blog:

Du hast ja keine Ahnung 😉, was hinter den Kulissen alles geschieht. Bei unseren Shootings oder im Studioalltag passieren die schrägsten und verrücktesten Dinge. Wir haben von „och wie süß“ bis „echt jetzt?!“ alles zu bieten. Das will ich nicht länger für mich behalten, sondern mit Dir teilen. Denn diese Momente machen meinen Job so liebenswert.

 

Warum dieser Blog?

Ich lese gerne Blogs und in den meisten Firmenblogs, wird das Thema vorgegeben, natürlich vom Chef kontrolliert und genehmigt. Das ist auch völlig in Ordnung, schließlich steckt in dem Unternehmen ja auch die Vision und die Idee des Chefs und er möchte, dass sein Unternehmen so gut wie möglich präsentiert wird.

Aber wie viele Blogs gibt es aus Sicht einer Angestellten? Nicht jeder Mensch macht sich direkt selbständig, weil er eine tolle Idee hat. So ging es mir auch. Aber ein Unternehmen wächst und entwickelt sich am besten, wenn die Mitarbeiter mit genauso viel Leidenschaft dabei sind und die Vision des Chefs mit der eigenen konform läuft. Dennis sieht das genauso und deshalb bin ich sehr glücklich ihn als Chef zu haben. In unserem Unternehmen stehen Potenzialentwicklung und Selbstverwirklichung an der Tagesordnung, denn wer seinen Job liebt, lernt gerne und bildet sich spielend weiter. Und das lässt das ganze Unternehmen wachsen und immer besser werden. Wir sind das beste Beispiel, dass man sich nicht unbedingt selbständig machen muss sondern auch als Angestellte/r seinen Traum leben kann.

 

Du glaubst mir nicht? Dann lies Dich doch mal fleißig durch meinen gesamten Blog 😊

 

Viele Liebe Grüße

Dani

 

PS: Wie siehst du das? Gibt es etwas, das sich brennend aus meinem Alltag interessiert?

Ich bin offen für Themenvorschläge und Anregungen, denn Du gestaltest meinen Alltag im Studio mit.

Dann schreib mir einfach eine Mail an: dani@fotostudio-littlemoments.de

 

 


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Gewinner des AFNS AWARDS 2017 in der Kategorie: Maternity Photography
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Unser Studio ist ausgezeichnet mit dem Zertifikat des Bund professioneller Portraitfotografen
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