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Wieder auf Anfang - ein Neustart kommt selten allein

 

 

Manchmal muss man einen oder mehrere Schritte zurück gehen, um das groß Ganze zu betrachten.

 

 

 

So oder so ähnlich habe ich es schon oft gehört, wenn sich im Leben etwas ändert. Entweder durch eigenes Handeln oder durch Wirkung von außen. Diesmal betrifft es aber direkt mich  (und naja im dem Fall auch andere Menschen)

 

Kennst Du das, wenn Du von etwas lange träumst, es endlich war wird und kurze Zeit später merkst Du, dass es doch nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast? So ist es mir auch ergangen.

 

Aber jetzt mal Klartext.

 

Lange Zeit wünschte ich mir Personal einzustellen, andere Menschen um mich zu haben, die genauso für die Fotografie brennen wie ich. Menschen, für die, die Arbeit nicht nur ein Job ist, sondern eine Erfüllung, eben eine Berufung ist.

 

Als ich Ende 2017 kaum noch hinterher kam, meine Aufträge abzuarbeiten, weil es einfach zu viele waren, stand plötzlich Dani vor meiner Tür. Sie rief mich kurze Zeit vorher an, um zu fragen, ob ich nicht eine Praktikantin suchen würde. Dani kam wie auf Knopfdruck zur richtigen Zeit, denn wie gesagt: Der Laden brummte. Kurz darauf entschloss ich mich, Sie einzustellen. Und Tadaaa... da war sie nun, meine erste richtige Angestellte.

War ich stolz, endlich hatte sich mein Traum erfüllt und ich konnte endlich jemanden die Chance bieten, seinen Lebensunterhalt bei mir zu bestreiten. Ich kündigte Dani überall an und erzählte voller Stolz, dass wir nun ein richtiges kleines Unternehmen sind, statt nur ein einzelner Selbständiger.

 

Eine Weile lief das auch alles bombenmäßig, Dani arbeitete sich wundervoll ein und war eine richtige Bereicherung. Nicht falsch verstehen, dass ist sie auch immer noch ;-)

Es lief sogar so gut, dass ich mich Anfang 2018 entschloss, auch noch das Studio zu vergrößern. Also zogen wir mit Sack und Pack in die Kieler Strasse.

Anfangs war alles klasse: Die Shootings kamen regelmäßig rein, die Hochzeitssaison 2019 sah bombastisch aus. Sogar Erika konnte ihren Traum wahr machen und mit ihrem Kosmetikstudio bei uns einziehen. Alles lief super.

 

Dann aber kam der Jahreswechsel und auf einmal, wie aus dem Nichts, brachen bei uns die Umsätze ein. Einfach so! Wir hatten nichts geändert an unserer Außenwirkung oder unserer Arbeitsweise. Ich kann es mir bis heute nicht erklären, was genau der Auslöser war. Jedenfalls aus unserer Sicht.

 

Das ging soweit, dass ich an unsere Ersparnisse ran musste und teilweise Dinge aus der privaten Tasche bezahlen musste.

Nun sind solche Monate vereinzelt normal. Wenn man ein eigenes Geschäft hat, muss man halt weg von dem Denken des regelmäßigen Einkommens. Das war mir auch bewusst. Aber die Knappheit war diesmal länger als sonst. Klar, nach außen war alles immer wunderbar. Was sollten wir auch tun? Auf Instagram posten: "Hey läuft gerade schei...aber hey...bucht doch trotzdem ein Shooting bei uns"

 

Nun macht es meiner Meinung nach aber auch ein guter Geschäftssinn aus, frühzeitig zu erkennen, wann Schluss ist und wo man Einsparungen machen muss. 

Glaube mir, ich habe alles mehrmals ich Kopf durchgespielt und mich monatelang um diese Entscheidung gedrückt, aber vor ein paar Monaten musste ich handeln. Die Umsätze sind zwar wieder besser geworden, aber es geht nicht so, um so weiterzumachen, wie vorher.

 

Ich musste das Personal einsparen. Ich musste Dani einsparen. So hart das auch klingt, aber es führte kein Weg dran vorbei. Selten fiel mir eine Entscheidung so schwer wie diese, aber auch ich habe Frau und 2 Kinder. Ich musste reagieren. Beim Gespräch mit Dani sagte selbst Sie, dass sie schon längst darauf gewartet hat, wann der Tag wohl kommen wird. 

Nun, Chef seines eigenen Geschäfts zu sein, besteht nicht immer nur ein den positiven Dingen, sondern manchmal auch aus den weniger beliebten Dingen.

 

Ich weiß, viele von Euch werden durch diesen Blogpost sehr schockiert und traurig sein. Denn nicht nur Euch, sondern auch Erika und mir ist Dani sehr ans Herz gewachsen. Sie kennt unsere Kinder und besonders Max hat einen großen Bezug zu Ihr, denn er ist quasi mit Ihr aufgewachsen. 

Dennoch haben wir uns im guten getrennt und ich weiß das Dani ihren Weg gehen wird. Sie hat mega viel Talent und jeder Arbeitgeber, der Sie nicht annimmt ist entweder verdammt blöde oder Blind auf den Augen.

 

Aus der Welt ist Sie auch nicht. Wer Ihr folgt, wird noch einiges von Ihr sehen.

 

Wie gehts jetzt weiter?

Naja, eigentlich wie vorher auch. Weiterhin sind wir getreu dem Motto: "Unsere Kunden sind unsere Familie" für Euch da.

Auch weiterhin bleiben wir in unserem Spezialgebiet: Neugeborene, Schwangerschaft und Hochzeit.

 

Nur werdet Ihr in Zukunft nicht die sympathische Stimme von Dani hören, sondern eine fröhliche von mir.

 

Nochmal auf diesem Weg:

Liebe Dani, ich wünsche Dir alles erdenklich Gute für die Zukunft und wünsche Dir von Herzen, dass Du deinen Weg gehen wirst.

Die Zeit mit Dir war sehr schön und ich denke, wir konnten viel von einander lernen. Alle zukünftigen Mitarbeiter des Fotostudio Little Moments (und die wird es bestimmt irgendwann mal wieder geben) müssen erstmal die Messlatte erreichen, die Du gesetzt hast!

 

Liebe Grüße

Dennis

 

 

PS: Ich weiß noch nicht so recht, wie es mit diesem Blog weitergeht, aber auch da fällt mir bestimmt eine Lösung ein ;-)

 

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Gewinner des AFNS AWARDS 2017 in der Kategorie: Maternity Photography
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Unser Studio ist ausgezeichnet mit dem Zertifikat des Bund professioneller Portraitfotografen
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